Lüftung mit Wärmerückgewinnung – so funktionierts

Bayernlüfter mit Wärmerückgewinnung

Belüftung und Feuchteschutz

Der Bayernlüfter mit Wärmerückgewinnung dient zur Belüftung und dem Feuchteschutz von Innenräumen. Es wechselt bis zu 20 m3 Luftvolumen pro Stunde. Als Beispiel: bei einem Raum mit 16 m2 Wohnfläche und 2,5 m Zimmerhöhe wird das Raumvolumen von 40 m3 (16 m2 x 2,5 m) etwa alle 2 Std. gewechselt. Da es  in der kalten Jahreszeit kaum möglich ist, alle 2 Stunden Tag und Nacht zu lüften, wird schnell ersichtlich, um wieviel besser die Lüftung duch dieses Gerät funktioniert.

 

Energieeinsparung durch Wärmerückgewinnung

Unsummen werden für Dämmung und dichte Fenster ausgegeben, auf der anderen Seite wird die bezahlte Wärme dann wieder nur ungenutzt zum Fenster hinaus gelüftet. Nicht so bei diesem schlauen Gerät. Wie an der Abbildung zu erkennen ist wird die warme Raumluft über einen Wärmetauscher mit der kalten Aussenluft gekreuzt. Dabei wird bis zu 90% der Raumwärme über die Frischluft wieder in den Raum zurückgebracht. Im Sommer funktioniert es umgekehrt: die Raumluft kühlt die eingebrachte Frischluft ab. Im Raum bleibt es angenehm kühl. Es gibt immer frische Luft auch bei geschlossenen Fenstern.

Sehen Sie hier ein Video über die grundsätzliche Wirkungsweise des Bayernlüfters:

 

mehr Info-Videos finden Sie auf der Seite „Anleitungen+Infos“

Rechtsvorschrift für Lüftung – DIN 1946-6

Gedacht ist das Gerät ursprünglich zur Grundlüftung und Feuchteschutz zur Schimmelabwehr und Behaglichkeits-Steigerung. Zum reinen Feuchteschutz nach geltenden Rechtsvorschriften können mit diesem Lüfter bis zu 100 m3 Raumvolumen belüftet werden. Das entspricht bei einer Raumhöhe von 2,50 m einer Wohnfläche von ca. 40 m2. Wir empfehlen das maximale Raumvolumen nicht auszuschöpfen, um eine Arbeitsreserve zu haben. Bei größeren Räumen oder hohem Bedarf können mehrere Geräte im Raum verteilt werden.

Seit 2009 schreibt die DIN 1946-6 vor, dass für Neubauten und umfangreichere Sanierungen ein genormtes Lüftungskonzept zu erstellen ist. Die Lüftung muss dabei nutzerunabhängig funktionieren, das heißt auch bei Abwesenheit der Nutzer. Mit dem Lüftungskonzept wird überprüft, ob der Luftvolumenstrom über Undichtigkeiten der Gebäudehülle (Infiltration) größer ist als der für den Feuchteschutz notwendige Luftwechsel. Ist das nicht der Fall, sind lüftungstechnische Maßnahmen notwendig. einen Überblick zum Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 finden Sie z.B. auf Wikipedia.